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Sport

Hertha in Angst: HSV befreit sich mit 2:1-Sieg

(28.01.12, 17:34 Uhr) Berlin (dpa) - In Berlin ist die Abstiegsangst zurück. Hertha BSC hat mit einem 1:2 (0:2) gegen den Hamburger SV auch das Heim-Debüt von Trainer Michael Skibbe verpatzt.

Mit weiter 20 Punkten ist die «rote Zone» in der Tabelle der Fußball-Bundesliga für den Aufsteiger, der schon seit drei Monaten auf einen Liga-Sieg wartet, nun nur noch zwei Zähler entfernt. Der HSV dagegen konnte sich nach dem 1:5-Schock zum Hinrundenstart gegen Meister Dortmund mit jetzt 22 Punkten an den Berlinern vorbei auf Rang 11 schieben.

Vor 49 168 Zuschauern im kalten Olympiastadion brachte Marcell Jansen die reiferen und besser organisierten Gäste in Führung (24. Minute). Kurz vor dem Halbzeitpfiff erhöhte Mladen Petric per Kopf auf 2:0 (45.+1). Vor beiden Treffern hatte sich Hamburgs Verteidiger Dennis Diekmeier auf der rechten Außenbahn gegen Berlins Routinier Lewan Kobiaschwili durchgesetzt und nach innen geflankt. Hertha steigerte sich nach der Pause. Pierre-Michel Lasogga schaffte mit seinem siebenten Saisontor das 1:2 (82.), verpasste aber den Ausgleich.

«Angst und Skepsis haben im Profifußball keinen Platz», hatte Skibbe noch kurz vor seinem zweiten Spiel als neuer Berliner Coach erklärt. Auf dem Platz aber sah das in Halbzeit eins anders aus. Lediglich in der Startphase konnten die Hausherren über kurze Zeit die eigenen Fans mit einigen Offensivaktionen erwärmen. Doch ein Treffer von Roman Hubnik wurde zurecht wegen Abseits nicht anerkannt.

Der HSV, erstmals seit September des Vorjahres wieder mit Ex-Kapitän David Jarolim in der Mittelfeldzentrale, zeigte vor der Pause die bessere Spielanlage. Jansen und Petric hatten schon vor der Führung gute Chancen. Dann marschierte der 22 Jahre junge Diekmeier los, flankte - und Jansen hielt sechs Meter vor dem Hertha-Tor nur noch den linken Fuß hin. Vor dem zweiten HSV-Treffer ließen Christian Lell und Hubnik den Kroaten Petric unbedrängt einköpfen.

Wie schon beim vorangegangenen 0:2 in Nürnberg schaffte es Hertha lange nicht, die Lücke in der Kreativzentrale zu füllen, die der noch immer rot-gesperrt Raffael hinterlässt. Gegen den HSV durfte sich der Ex-Hamburger Tunay Torun mit als Offensivantreiber versuchen - wie zuletzt Raffael-Bruder Ronny ohne große Wirkung. Erst mit dem vorgezogenen Fabian Lustenberger wurde es besser.

Zu allem Überfluss musste auch noch Verteidiger Christoph Janker zeitig nach einem unglücklichem Zusammenprall mit HSV-Torwart Jaroslav Drobny mit Verdacht auf Jochbeinbruch raus. Für ihn kam erstmals der lange an einer Sprunggelenksblessur leidende Andre Mijatovic ins Spiel, der sich jedoch gleich seine fünfte Gelbe Karte abholte und am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Hannover fehlt.

Nach der Pause entwickelte Hertha mehr Druck. Jarolim rettete vor Lustenberger (58.); ein Kopfball des eingewechselten Peter Niemeyer strich am HSV-Tor vorbei (66.). Als Niemeyer Hamburgs-Verteidiger Jeffrey Bruma an die Hand schoss, forderten die Berliner Elfmeter (68.). Ein Versuch von Adrian Ramos wurde abgeblockt (72.).

Schließlich köpfte Lasogga nach Flanke von Kobiaschwili zum Anschluss ein. Der Stürmer vergab danach jedoch noch zwei gute Chancen. So nahmen die Gäste, die durch Paolo Guerrero (52., 72.) und Dennis Aogo (57.) weitere Tormöglichkeiten besaßen, drei Punkte aus Berlin mit.

Kommentare

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29.01.12, 07:57 Uhr

immer den kopf hoch halten...


- loyalität ist das mark der ehre -
- battuero ergo sum -